Hinweis: Die Inhalte dieser Webseite dienen der allgemeinen Information. Verbindliche und tagesaktuelle Angaben zu Förderprogrammen und Gesetzgebung erhalten Sie auf energiefranken.ch, beim Bundesamt für Energie und auf der offiziellen Webseite Ihres Kantons.
← Zurück zum Blog E-Mobilitaet8. März 2025

Elektroauto mit Solarstrom laden: Der komplette Guide

E-Auto mit Solarstrom vom Dach laden: einfacher als gedacht. Alles zu Wallbox, Überschussladen und optimaler Strategie.

Warum Solarstrom?

Eigener Solarstrom kostet 5-8 Rappen/kWh statt 25-35 Rappen Netzstrom. 100 Kilometer fahren kostet mit Solarstrom nur 1 bis 1.50 Franken.

Die richtige Wallbox

Solares Überschussladen

Das Auto wird nur geladen, wenn überschuessiger Solarstrom vorhanden ist. Die Ladeleistung passt sich dynamisch an.

Strombedarf

Bei 15000 km/Jahr und 17 kWh/100km: rund 2550 kWh pro Jahr. Eine 10-kWp-Anlage deckt das locker.

Solar + Speicher + E-Auto

Tagsuebler Speicher laden, abends E-Auto aus dem Speicher laden. Maximale Flexibilitaet.

Wallbox-Kosten

1500 bis 3500 Franken inklusive Installation. Jaehrliche Ersparnis: 600-900 Franken.

Fazit

E-Auto mit Solarstrom laden ist einfach, guenstig und umweltfreundlich.

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Technologie und Modultypen

Moderne Solarmodule erreichen Wirkungsgrade von 20–22 % und sind deutlich leistungsfähiger als frühere Generationen. Die gängigsten Typen sind monokristalline Module – sie bieten die beste Flächeneffizienz und eignen sich ideal für Schweizer Dächer mit begrenztem Platz. Ganzschwarze Module (Full Black) sind besonders beliebt, da sie ästhetisch ansprechend sind und sich harmonisch ins Dachbild fügen. Bifaziale Module nutzen zusätzlich das reflektierte Licht der Rückseite und liefern bis zu 10 % Mehrertrag. Die Module sind auf mindestens 25 Jahre Leistung garantiert und verlieren pro Jahr nur etwa 0,3–0,5 % ihrer Kapazität. Die Wechselrichter – das Herzstück jeder Anlage – wandeln den Gleichstrom in nutzbaren Wechselstrom um.

Wirtschaftlichkeit und Amortisation

Planung und Installation

Der Weg zur eigenen Solaranlage beginnt mit einer professionellen Dachanalyse. Dabei werden Ausrichtung, Neigung, Verschattung und Statik geprüft. Süd-, Südost- und Südwestdächer mit 15–35° Neigung sind ideal. Aber auch Ost-West-Anlagen sind wirtschaftlich sinnvoll und liefern eine gleichmässigere Stromproduktion über den Tag. Die Montage dauert typischerweise 2–3 Tage für ein Einfamilienhaus. Der Installateur kümmert sich um die Baubewilligung, den Netzanschluss und die Anmeldung bei Pronovo für die Einmalvergütung. Nach der Inbetriebnahme können Sie Ihre Stromproduktion per App überwachen und Ihren Eigenverbrauch optimieren. Ein jährlicher Check durch den Fachmann sichert die langfristige Leistung.

Solarstrom und Elektromobilität

Die Kombination von Solaranlage und Elektroauto ist besonders attraktiv. Ein E-Auto verbraucht rund 15–20 kWh pro 100 km – bei 15’000 km Jähresfahrleistung sind das etwa 2’500 kWh. Mit einer 10-kWp-Anlage produzieren Sie in der Schweiz jährlich rund 10’000 kWh – mehr als genug für Haushalt und Auto. Wer sein E-Auto tagsüber zu Hause laden kann, nutzt den Solarstrom direkt und spart die teuren öffentlichen Ladetarife. Eine smarte Wallbox mit Solarstrom-Optimierung lädt das Auto bevorzugt dann, wenn die Sonne scheint. So fahren Sie praktisch gratis – und CO₂-neutral. Die Investition in eine Wallbox liegt bei CHF 1’500–3’000 inklusive Installation.

Solaranlage für Mieter und Stockwerkeigentümer

Auch ohne eigenes Dach können Sie von Solarstrom profitieren. Das Modell der Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV) ermöglicht es Mietern und Stockwerkeigentümern, gemeinsam eine Solaranlage zu betreiben und den Strom untereinander aufzuteilen. Der Vermieter oder die Stockwerkeigentümergemeinschaft installiert die Anlage, und die Kosten werden fair auf alle Parteien verteilt. Seit der Revision des Energiegesetzes sind die rechtlichen Rahmenbedingungen klar geregelt. Der Solarstrom wird direkt an die Bewohner verkauft – günstiger als der normale Netzstrom. Alternativ gibt es Stecker-Solaranlagen für den Balkon: Mit 300–800 Watt Leistung produzieren sie genug Strom für Kühlschrank und Grundlast – ganz ohne Dachmontage.

Ladeinfrastruktur und Schweizer Normen für Solarcarports

Die Installation einer Wallbox in Kombination mit einer Solaranlage unterliegt in der Schweiz spezifischen technischen Normen und Vorschriften. Die Niederspannungs-Installationsverordnung (NIV) schreibt vor, dass Ladestationen von einem konzessionierten Elektroinstallateur montiert werden müssen. Die meisten Schweizer Netzbetreiber verlangen eine Anmeldung der Wallbox ab einer Leistung von 3.7 kW. Für das solaroptimierte Laden empfehlen sich intelligente Wallboxen, die über eine Schnittstelle mit dem Wechselrichter kommunizieren. Hersteller wie Fronius, SMA oder Huawei bieten integrierte Lösungen an, bei denen die Ladeleistung automatisch an die aktuelle Solarproduktion angepasst wird. Bei einer 10-kWp-Anlage können Sie im Schweizer Sommer täglich 30–50 kWh ernten – genug, um ein Elektroauto für 150–250 km Reichweite zu laden. Immer mehr Kantone fördern Solarcarports als Doppelnutzung: In Solothurn und Aargau sind überdachte Stellplätze mit integrierten Solarmodulen bewilligungsfrei, sofern sie bestimmte Grössenkriterien erfüllen. Die Kosten für eine solaroptimierte Wallbox liegen zwischen CHF 1’500 und CHF 3’500 inklusive Installation.

Wirtschaftlichkeitsvergleich: Solarstrom vs. öffentliche Ladestationen

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