Förderung für Solaranlagen in der Schweiz 2025
Die Schweiz foerdert Solarenergie auf Bundes-, Kantons- und Gemeindeebene. Hier ein Überblick über alle Foerdermöglichkeiten 2025.
Einmalvergütung (EIV) des Bundes
Grundbeitrag 700 Franken plus Leistungsbeitrag 270 Franken pro kWp. Für 10 kWp: rund 3400 Franken. Ausbezahlt von Pronovo.
Kantonale Förderungen
- Kanton Zuerich: Zusatzbeitraege für Batteriespeicher
- Kanton Bern: Förderung für denkmalgeschuetzte Gebaeude
- Kanton Basel-Stadt: Zusatzbeitraege für Fassadenanlagen
- Kanton Waadt: Erhoehte Förderung bei Eigenverbrauchsoptimierung
Gemeindliche Förderungen
Zahlreiche Gemeinden bieten eigene Programme. Erkundigen Sie sich lokal.
Steuerliche Abzuege
Vollstaendiger Abzug von der Einkommenssteuer möglich. Ersparnis 20-35% der Investitionskosten.
Rückspeisetarife
5 bis 15 Rappen pro kWh von Ihrem Energieversorger für eingespeisten Strom.
Batteriespeicher-Förderung
Immer mehr Kantone foerdern Speicher mit 1000 bis 3000 Franken.
Beantragung
- Offerte erstellen lassen
- Förderprogramme prüfen
- Antraege vor Baubeginn einreichen
- Auszahlung nach Inbetriebnahme
Fazit
Alle Förderungen zusammen können die Kosten um 30-50% reduzieren. Unser PV-Rechner berücksichtigt aktuelle Förderungen automatisch.
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Jetzt kostenlos berechnenSchweizer Förderprogramme im Überblick
In der Schweiz profitieren Eigenheimbesitzer von attraktiven Förderprogrammen für Solaranlagen. Die Einmalvergütung (EIV) des Bundes deckt bis zu 30 % der Investitionskosten. Zusätzlich bieten viele Kantone und Gemeinden eigene Zuschüsse an. In Zürich beispielsweise gibt es kantonale Zusatzförderungen von bis zu CHF 3’000, während Bern einen Bonus für Fassadenanlagen gewährt. Wichtig: Die Förderanträge müssen vor Baubeginn eingereicht werden. Ihr Solarinstallateur übernimmt in der Regel die gesamte Administration. Die Bearbeitungszeit beträgt aktuell 3–6 Monate. Zusätzlich können Sie die Investitionskosten vollständig von der Einkommenssteuer abziehen – das spart je nach Steuersatz nochmals 20–35 % der Nettokosten.
Wirtschaftlichkeit und Amortisation
Häufige Fragen zur Solaranlage
Wie lange hält eine Solaranlage? Moderne Solarmodule sind auf mindestens 25–30 Jahre ausgelegt. Viele Hersteller geben eine Leistungsgarantie von 25 Jahren mit mindestens 80 % der Nennleistung.
Brauche ich eine Baubewilligung? In den meisten Schweizer Kantonen sind Auf-Dach-Anlagen meldepflichtig, aber nicht bewilligungspflichtig. Ausnahmen gelten in Schutzgebieten und bei denkmalgeschützten Gebäuden.
Was passiert bei Schnee? Schnee rutscht bei geneigten Dächern schnell ab. Der Ertragsverlust im Winter ist minimal – die Hauptproduktion findet von März bis Oktober statt.
Wie viel Strom produziert meine Anlage? Pro kWp installierter Leistung können Sie in der Schweiz mit 900–1’100 kWh Jahresertrag rechnen – je nach Standort und Ausrichtung.
Den richtigen Solarinstallateur finden
Die Wahl des Installateurs ist entscheidend für eine erfolgreiche Solaranlage. Achten Sie auf folgende Kriterien: Der Betrieb sollte über eine Swissolar-Zertifizierung verfügen und Erfahrung mit mindestens 50 installierten Anlagen vorweisen können. Holen Sie mindestens drei Offerten ein und vergleichen Sie nicht nur den Preis, sondern auch die verwendeten Komponenten und Garantiebedingungen. Ein guter Installateur bietet eine Vor-Ort-Begehung an und erstellt eine individuelle Ertragsberechnung. Fragen Sie nach Referenzprojekten in Ihrer Region. Der Installateur sollte auch den Papierkram übernehmen: Baumeldung, Pronovo-Anmeldung und Netzgesuch. Seriöse Betriebe bieten zudem Wartungsverträge an, die eine regelmässige Überprüfung der Anlage sicherstellen und so langfristig die optimale Leistung gewährleisten.
Technologie und Modultypen
Moderne Solarmodule erreichen Wirkungsgrade von 20–22 % und sind deutlich leistungsfähiger als frühere Generationen. Die gängigsten Typen sind monokristalline Module – sie bieten die beste Flächeneffizienz und eignen sich ideal für Schweizer Dächer mit begrenztem Platz. Ganzschwarze Module (Full Black) sind besonders beliebt, da sie ästhetisch ansprechend sind und sich harmonisch ins Dachbild fügen. Bifaziale Module nutzen zusätzlich das reflektierte Licht der Rückseite und liefern bis zu 10 % Mehrertrag. Die Module sind auf mindestens 25 Jahre Leistung garantiert und verlieren pro Jahr nur etwa 0,3–0,5 % ihrer Kapazität. Die Wechselrichter – das Herzstück jeder Anlage – wandeln den Gleichstrom in nutzbaren Wechselstrom um.
Kantonale Zusatzförderungen im Detail
Steuerliche Vorteile und Finanzierungsmöglichkeiten
Die steuerliche Behandlung von Solaranlagen in der Schweiz ist äusserst vorteilhaft. Seit 2020 können die gesamten Investitionskosten einer Photovoltaikanlage – inklusive Batteriespeicher und Installationskosten – als Liegenschaftsunterhalt von der Einkommenssteuer abgezogen werden. Bei einem Grenzsteuersatz von 30 % reduziert dies die effektiven Kosten einer CHF 25’000-Anlage um rund CHF 7’500. Dieser Abzug kann über mehrere Steuerperioden verteilt werden, was die Steueroptimierung erleichtert. Zusätzlich bieten Schweizer Banken wie die ZKB, UBS oder Raiffeisen spezielle Öko-Hypotheken mit reduzierten Zinssätzen für energetische Sanierungen an. Der Zinsvorteil beträgt typischerweise 0.3–0.5 Prozentpunkte gegenüber einer Standardhypothek. Einige Energieversorger bieten zudem Contracting-Modelle an, bei denen Sie die Solaranlage ohne Anfangsinvestition erhalten und stattdessen einen monatlichen Beitrag zahlen. Die Pronovo-Daten zeigen, dass über 85 % der neuen Solaranlagen in der Schweiz von den steuerlichen Vorteilen profitieren.