Hinweis: Die Inhalte dieser Webseite dienen der allgemeinen Information. Verbindliche und tagesaktuelle Angaben zu Förderprogrammen und Gesetzgebung erhalten Sie auf energiefranken.ch, beim Bundesamt für Energie und auf der offiziellen Webseite Ihres Kantons.
← Zurück zum Blog Planung5. Mai 2025

Solaranlage planen: Die ultimative Checkliste

Damit alles reibungslos klappt: unsere Checkliste fuehrt Sie durch den gesamten Prozess.

Phase 1: Informieren

Phase 2: Offerten

Phase 3: Entscheidung

Phase 4: Bewilligungen

Phase 5: Installation (2-4 Tage)

Phase 6: Inbetriebnahme

Fazit

Gut geplant ist halb gewonnen. Erster Schritt: PV-Rechner nutzen.

Ihr Solarpotenzial berechnen

Finden Sie heraus, wie viel Sie mit einer Solaranlage sparen können.

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Schweizer Förderprogramme im Überblick

In der Schweiz profitieren Eigenheimbesitzer von attraktiven Förderprogrammen für Solaranlagen. Die Einmalvergütung (EIV) des Bundes deckt bis zu 30 % der Investitionskosten. Zusätzlich bieten viele Kantone und Gemeinden eigene Zuschüsse an. In Zürich beispielsweise gibt es kantonale Zusatzförderungen von bis zu CHF 3’000, während Bern einen Bonus für Fassadenanlagen gewährt. Wichtig: Die Förderanträge müssen vor Baubeginn eingereicht werden. Ihr Solarinstallateur übernimmt in der Regel die gesamte Administration. Die Bearbeitungszeit beträgt aktuell 3–6 Monate. Zusätzlich können Sie die Investitionskosten vollständig von der Einkommenssteuer abziehen – das spart je nach Steuersatz nochmals 20–35 % der Nettokosten.

Wirtschaftlichkeit und Amortisation

Technologie und Modultypen

Moderne Solarmodule erreichen Wirkungsgrade von 20–22 % und sind deutlich leistungsfähiger als frühere Generationen. Die gängigsten Typen sind monokristalline Module – sie bieten die beste Flächeneffizienz und eignen sich ideal für Schweizer Dächer mit begrenztem Platz. Ganzschwarze Module (Full Black) sind besonders beliebt, da sie ästhetisch ansprechend sind und sich harmonisch ins Dachbild fügen. Bifaziale Module nutzen zusätzlich das reflektierte Licht der Rückseite und liefern bis zu 10 % Mehrertrag. Die Module sind auf mindestens 25 Jahre Leistung garantiert und verlieren pro Jahr nur etwa 0,3–0,5 % ihrer Kapazität. Die Wechselrichter – das Herzstück jeder Anlage – wandeln den Gleichstrom in nutzbaren Wechselstrom um.

Den richtigen Solarinstallateur finden

Die Wahl des Installateurs ist entscheidend für eine erfolgreiche Solaranlage. Achten Sie auf folgende Kriterien: Der Betrieb sollte über eine Swissolar-Zertifizierung verfügen und Erfahrung mit mindestens 50 installierten Anlagen vorweisen können. Holen Sie mindestens drei Offerten ein und vergleichen Sie nicht nur den Preis, sondern auch die verwendeten Komponenten und Garantiebedingungen. Ein guter Installateur bietet eine Vor-Ort-Begehung an und erstellt eine individuelle Ertragsberechnung. Fragen Sie nach Referenzprojekten in Ihrer Region. Der Installateur sollte auch den Papierkram übernehmen: Baumeldung, Pronovo-Anmeldung und Netzgesuch. Seriöse Betriebe bieten zudem Wartungsverträge an, die eine regelmässige Überprüfung der Anlage sicherstellen und so langfristig die optimale Leistung gewährleisten.

Häufige Fragen zur Solaranlage

Wie lange hält eine Solaranlage? Moderne Solarmodule sind auf mindestens 25–30 Jahre ausgelegt. Viele Hersteller geben eine Leistungsgarantie von 25 Jahren mit mindestens 80 % der Nennleistung.

Brauche ich eine Baubewilligung? In den meisten Schweizer Kantonen sind Auf-Dach-Anlagen meldepflichtig, aber nicht bewilligungspflichtig. Ausnahmen gelten in Schutzgebieten und bei denkmalgeschützten Gebäuden.

Was passiert bei Schnee? Schnee rutscht bei geneigten Dächern schnell ab. Der Ertragsverlust im Winter ist minimal – die Hauptproduktion findet von März bis Oktober statt.

Wie viel Strom produziert meine Anlage? Pro kWp installierter Leistung können Sie in der Schweiz mit 900–1’100 kWh Jahresertrag rechnen – je nach Standort und Ausrichtung.

Bewilligungsverfahren und Meldepflicht in der Schweiz

Die baurechtlichen Anforderungen für Solaranlagen variieren in der Schweiz von Kanton zu Kanton. Seit der Änderung des Raumplanungsgesetzes (RPG) im Jahr 2014 sind Auf-Dach-Solaranlagen in den meisten Kantonen nur meldepflichtig und nicht bewilligungspflichtig. Die Meldung erfolgt in der Regel über ein einfaches Formular bei der Gemeindebauverordnung. Ausnahmen gelten für Gebäude in Kernzonen, Schutzgebieten oder unter Denkmalschutz – hier ist eine formelle Baubewilligung erforderlich. In den Kantonen Genf und Waadt bestehen zusätzliche Anforderungen an die ästhetische Integration der Module. Der Kanton Graubünden hat spezielle Vorschriften für Anlagen in alpinen Zonen, die den Landschaftsschutz berücksichtigen. Indach-Anlagen, die die Dachziegel ersetzen, geniessen in vielen Kantonen vereinfachte Verfahren. Ihr Solarinstallateur kennt die lokalen Vorschriften und übernimmt die Meldung oder den Bewilligungsantrag. Parallel zur Baumeldung muss der Netzanschluss beim lokalen Energieversorger beantragt werden – die Bearbeitungszeit variiert von zwei Wochen bis zu drei Monaten je nach Region.

Dachanalyse und technische Voraussetzungen

Eine gründliche Dachanalyse bildet die Basis jeder erfolgreichen Solarinstallation in der Schweiz. Professionelle Installateure nutzen Tools wie Solextron oder PVsyst, um den erwarteten Ertrag auf Basis von MeteoSchweiz-Daten exakt zu berechnen. Die wichtigsten Faktoren sind: Dachausrichtung (ideal: Süd mit 15–35° Neigung), Verschattung durch umliegende Gebäude oder Bäume, die statische Tragfähigkeit des Daches und der Zustand der Dacheindeckung. In der Schweiz eignen sich sowohl Schräg- als auch Flachdächer für Solaranlagen – Flachdächer werden mit Aufständerungssystemen in einem optimalen Winkel bestückt. Bei älteren Gebäuden empfiehlt es sich, die Dacherneuerung mit der Solarinstallation zu kombinieren, da dies Gerüstkosten spart und die gesamte Massnahme steuerlich absetzbar ist. Die Swissolar-Branchenrichtlinien empfehlen eine Mindestdachfläche von 25 m² für eine wirtschaftlich sinnvolle Anlage. Moderne hocheffiziente Module erreichen über 400 Wp pro Modul, sodass bereits auf kleinen Dachflächen eine leistungsstarke Anlage realisiert werden kann.

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